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Übernationalstaat sg., geopolitisch, soziologisch. Ursprünglich völkischer Kampfbegriff und politisches Schlagwort, der einen Nationalstaat beschreibt, dessen Staatsgebiet nur einen Teil eines ethnisch definierten Volkes und/oder einer Sprach- und Kulturnation umfasst und darüber hinaus über zahlreiche nationale und ethnische Minderheiten verfügt, ohne jedoch bereits ein Nationalitätenstaat zu sein. Er stellt das Pendant zum Unternationalstaat dar. Klassische Vertreter dieses Nationalstaatskonzeptes stellen Rumänien und Polen dar, wie sie zwischen 1918 und 1990 bzw. zwischen 1918 und 1939 bestanden.

Siehe auch

  • Nationalstaatsprinzip

Literatur

  • Heinz Brauweiler: Schule der Politik. Unterrichtsbriefe, Deutsche Hausbücherei Hamburg 1927.
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