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Völkische Linke pl., auch nationale Linke, Eigenname. Sammelbezeichnung diverser sozialrevolutionärer Strömungen, die sich aufgrund ihrer zahlreichen nationalrevolutionären Gemeinsamkeiten mit den rechten Sozialisten und der Völkischen zum rechten Flügel der Arbeiterbewegung zählten. Beiwort ist völkisch-links.

Ihre Grundideologie fußte seit dem 19. Jahrhundert zum einen auf einen deutschen Sozialismus, zu dem nach dem I. Weltkrieg (1914–1918) der Nationalbolschewismus trat. Beide Weltanschauungen leiteten sich im weitesten Sinne vom klassischen Marxismus ab, lehnten aber die marxistische Weltrevolution ab. Stattdessen trat man für einen politischen Ausgleich mit der politischen Rechten ein und forderte zusammen mit dieser, neben der Sozialisierung, auch die Nationalisierung von Staat und Gesellschaft. Bekannte Vertreter der völkischen Linken waren die Deutschsozialisten unter Alfred Brunner (1871–1936) und der Strasserkreis in der NSDAP unter den Brüdern Gregor (1892– 1934) und Otto Strasser (1897–1974). Letzterer gründete nach dem II. Weltkrieg (1939–1945) mit seiner Deutsch-Sozialen Union einen der letzten Vertreter der klassischen völkischen Linken.

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